Beratung, Schulung und Prüfung für die IEC 61850 Netzanbindung

Durch den Umstieg auf regenerative Energieerzeugung besteht in Zukunft ein erhöhter Bedarf an Kommunikation und Netzautomation im sogenannten Smart Grid (intelligentes Stromnetz) in den Energienetzen.

Die Gründe liegen im zunehmenden Monitoring von Lastflüssen, der Zunahme von Einspeisestellen und der damit verbundenen Gefahr von Überlastung und Blackout. Aus Kostengründen soll die Kommunikation im Verteilnetz weitgehend über öffentliche Netze, wie z. B. dem Mobilfunknetz, stattfinden. Der international genormte Kommunikationsstandard der International Electrotechnical Commission (IEC) - IEC 61850 - stellt hierfür eine den zukünftigen Anforderungen an Energienetzen gerecht werdende Lösung dar. 

Wenn die Netzkommunikation im Energienetz über mehrere Jahrzehnte aufgebaut wird, ist zum Schutz von Investitionen eine standardisierte herstellerunabhängige Kommunikation vorteilhaft. IEC 61850 bietet aufgrund seines standardisierten Objektmodells eine herstellerneutrale Kommunikation auf Basis von Klartext-Adressierung.

Heute werden überwiegend noch sogenannte signalorientierte Datenmodelle in der Fernwirktechnik (zum Beispiel nach IEC 60870-5-101/104) eingesetzt. Bei IEC 60870-5 hat jedes Signal eine eigene Adresse. Zur Interpretation eines Signals müssen also Sender und Empfänger diese Adresse kennen, was eine eigene Adresspflege von Anlage zu Anlage erforderlich macht. Im Gegensatz dazu beschreibt das objektbezogene Datenmodell der IEC 61850 eindeutig den Namen des Objekts im Klartext. Diese Information steht allen Teilnehmern zur Verfügung und wird mit übertragen.

Bei zunehmender Anzahl an Stationen bedingt durch Einspeisung und Monitoring wird dann die Adresspflege zum Konsistenz-Problem. Eine Verwechslung von Adressen kann ungünstige Folgen, wie z. B. Fehlfunktionen und Ausfall zur Folge haben. Wenn das zukünftige Energiekommunikationsnetz als „Internet der Dinge“ bezeichnet wird, wird auch die Anforderung an Komfort bei der Adressierung, wie z. B. bei DNS-Diensten (Domain Name System), im Internet eine Rolle spielen.

 

Lesen Sie hierzu unsere Veröffentlichung "Sicherheit und Offenheit in verteilten Energienetzen" (etz, Ausgabe S5/2013).

 

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